|
Aus über 575 Jahren Bruderschaftsleben der St.Sebastianus-Bruderschaft Wittlaer 1431
1431 Erste Erwähnung findet die Wittlaerer Bruderschaft in einem Bericht des Pfarrers Jacobus Mitteldorpff. Danach begleiteten die Schützen schon 1431 die Fronleichnamsprozession von Wittlaer, durch Bockum nach Groß Winkelhausen und zurück zur Kirche. Die Gründung der Bruderschaft dürfte noch weiter zurückliegen. Mitteldorpff schreibt: "Soll vorgetragen werden ein Creutz. Darnach folgen die St. Sebastianus Bild tragende, darnach folgen St. Sebastianus-Bruderschaft mit den jungen Gesellen".
1628 Das erhaltene Mitgliederverzeichnis von 1628 überliefert die Namen von 37 aktiven Schützen aus Wittlaer und Bockum, darunter einige, deren Nachkommen heute noch hier ansässig sind.
1653 In einem vorliegenden Protokoll von 1653 heißt es: "den Schützen 2 ohmen biers bewilligt worden, darvon nur 1 1/2 ohm bezahlt, weil Heinrich Lingmann die halbe zahlt hat".
1680 Am 22. Januar 1680 machte der damalige Wittlaerer Pastor Winandus Lagerung Roen die ersten Eintragungen in dem ältesten erhaltenen Protokollbuch der Bruderschaft.
1690 Am 20. Januar 1690 "uff St. Sebastiani Tag haben bey Conrad Jägers die Sebastiani Brüder verzehrt Vier Vnd einen halben Reichsthaler ahn Bier, auch 14 stüffer ahn brodt, 20 stüffer ahn Hering".
1697 Gerhardt Johann aus Rheinheim wurde Mitglied der Bruderschaft, die jetzt 42 aktive Mitglieder hatte.
1719 "Weiteler Vndt Einbrauer Frau Lautt auf die Feiligen Dreidt ey meir gedrunken ein Half auhm Beir, so meir iahn Blomen Bezalt Meidt 1 Rthlr 30 st. Anno 1719 den 4 october. Weilhelm v Horn". (Übersetzung: Wittlaerer und Einbrunger Frauen auf Heiligentracht bei mir getrunken ein halb Ohm Bier, welches mir Johann Blomen bezahlt mit 1 Reichstaler 30 stüber. Im Jahre 1719, den 4. Oktober. Wilhelm Horn.)
1730 "auff pfingst Dinstag muß ein jeder Bruder unter der Vogelroth (Vogelstange) erscheinen, auch nach der Ordtnung schießen."
1732 "den U ten Junii haben die Vnterschriebenen Brüder die befundenen pladten an dem Brüderlichen Fogell gezelt dergest, daß sich ohne den Fogell sich befindet Zwanzigh sieben pladten. solches Beschein hirmit Bockum wie oben. Wilhelm Breithoff. Jacob Schmitz. Wilhelm Kotzen. Johannes Ricken. Johannes Heesen.
1733 "den 27ten May ist die 28. pladt Vom Wilhelm breithoff als König Vom Jahr 1732 darzu gekommen. J. Eßer pastor."
1743 "gezahlt Anton Erdtpohl wegen machung der Bruderschafts Kerzen 9 Pfund 11 loth = 21 albus." (Die Bruderschaftskerze wurde in Bruderschaft 1684. der Prozession mitgeführt.)
1745 auf Sebastianustag "bey Ludovicus Schmitz ahn Bier 150 Kann = 4 1/2 Rthr." Am 1. Februar "wegen Ziehung deren holländisch soldaten, wie auch wegen Eysgang seynd die brüderen in Heesen Jans behaußung beyeinander geweßen". "hat Meister Arnoldus Schmitz zu Bockuni repariert die Vogelstang, und es ist bezahlet worden mit 18 stbr".
1749 zahlten die Wittlaerer Sebastianer "für 6 1/2 pfund wachs an die Bruderschafts Kerzen der Cüsterei 6 1/2 blaffert". Im gleichen Jahr erhielt "Jan Hesen wegen ohm Bier auff Vogel Schießung 3 Reichsthaler".
1759 zahlte die Bruderschaft "für bildtnus (=Sebastianusstatue) ahnstreichung 1/2 pistohl".
1760 "Neue Brüder Jacobus Ricken. Henricus Horn. Henricus Brors. Peter Heyden. Peter Bruckmann."
1763 "Nachdem die Wittlar Brüder den 24ten May 1763 den Henrich Schmitz als Bruder angenohmen, beym Vogel schießen, und selbiger auch mit geschoßen und alles gleich einem ander Bruder mit Verrichtet gemelten Nachmittag, sich aber den 2ten Jun ü am Fronleichnams Dag nicht wie sich gehört, mit dem besten Gewehr zu Begleitung der proceßion Eingestellt, solches hat die Bruderschaft Zu strafen der anwerber ist Johannes Neckermann." "Ferner ist straffällig der Bruder Friedrich Schorn daß selbigen den 2ten Jun ü am Fronleichnams Dag, wie gehörent, ambt nicht betretten mit Begleitung der proceßion mit dem besten Bewehr." "straffällig beyde Brüder Henrichen Brors und Joann Neckermann, da selbige den 2ten Jun ü am Fronleichnams Dag Von Winckelhausen nach dem Verloherhof gegangen mit ihrem Bewehr Vnd sich da Verhalten, und einen Drunk genohmen, biß daß die proceßion da Vorbey kommen, und jeder seyn stell nicht observiert, der Brors nicht beym Venerabel und der Neckermann nicht beym König."
1767 "unter dem Vogel schießen ist henrich Steuten bruder worden." (Zur damaligen Zeit konnte man nur beim Vogelschießen "under der Vogelroth", der Stange mit dem hölzernen Vogel, Mitglied der Bruderschaft werden.)
1768 "unter dem Vogel schießen ist Johannes Isenkroth, Töllers halbwinner, wie auch der Schuster zu Bockum bruder worden."
1804 Erstmalig wurden die Mitglieder des Vorstandes nicht, wie bis dahin üblich, von der Bruderschaft gewählt. Vermutlich um die leere Bruderschaftskasse zu füllen, wurden die Vorstandsämter unter den Versammelten versteigert.
1809 Am 14. Januar 1809 teilte der "Provinzialrath ir. Großherzogthum Berg", Graf von Spee, der Wittlaerer Bruderschaft mit, daß das Schützenfest "einstweilen belassen wird, mit aller Sorgfalt aber darauf zu sehen ist, daß keine Exessen dabey vorgehen und der sich allenfalls ergebende überschuß zur Armen Anstalt abgegeben wird."
1822 "Morgen Nachmittag um 1 Uhr werden die sämtlichen Brüder der St. Sebastianus Bruderschaft eingeladen sich am Remigius Kapellchen einzufinden, um nach dem Vogel zu schießen". (Bekanntmachung vom 27. Mai 1822. Das erwähnte Remigius-Kapellchen stand an der Stelle der heutigen Friedhofskapelle.)
1823 wurde am 19. Mai "am Kalkblech" auf den Vogel geschossen. (Um allen Angehörigen der Bruderschaft, die in den weit auseinanderliegenden Teilen der Gemeinden Wittlaer und Bockum wohnten, gerecht zu werden, wechselten die Stellen, an denen der Vogelschuß stattfand. So schossen die Wittlaerer Schützen 1865 "beim Wirthe Anton Jägers in Bockum", 1870 "bei Peter Büßen in Bockum", 1872 "bei Werners in Wittlaer", 1874 "in der Kesselskuhl zu Bockum", 1882 "bei Hermann Theisen am Froschenteich".)
1832 Nachdem das Rheinland, nicht gerade zur Freude der rheinischen Bevölkerung, preußisch wurde, überwachten die Landräte die Schützenvereine. Als die Wittlaerer Anfang März 1832 den Landrat baten, ihr Schützenfest "in althergebrachter Weise" feiern zu dürfen, antwortete der Landrat von Lasberg, dem jedes Verständnis für die rheinische Mentalität abging, am 26. März 1832: "Unter Aufsicht der Polizei kann das Vogelschießen am z. Pfingsttag stattfinden. Eine Tanzveranstaltung wird hiermit ausdrücklich verboten."
1834 gründete die Bruderschaft eine "Kranken und Sterbelade" (Unterstützungskasse).
1852 Aus dem Versammlungsprotokoll vom 22. Februar 1852: "Heute wurde festgestellt, daß künftig anstatt dem Brödgen eine Mahlzeit von Kappus und Schink gegeben wird."
1895 Beschluß der Generalversammlung: "Wer beim Antreten des Schützenzuges in betrunkenem Zustande erscheint, wird von sämtlichen Festlichkeiten ausgeschlossen und bezahlt 50 Pf evtl. 1 Mark. Bei Widersetzung gegen den Vorstand kann er sofort vom Verein ausgeschlossen werden."
1899 wurde am 23. April durch Dechant Frank in St. Remigius eine neue Bruderschaftsfahne geweiht. Einer vorliegenden Quittung entnehmen wir: "Fünfhundert Mark zur Bezahlung der neuen Sebastianus-Bruderschaftsfahne aus der Kasse der Bruderschaft erhalten zu haben bescheinigt. Wittlaer, den 21. Januar 1899. Frank, Dechant."
1901 Am 21. Januar 1901 wurde Heinrich Wenders sen. aus Einbrungen zum Brudermeister gewählt.
1904+1907 Wiederwahl des H. Wenders sen. zum Brudermeister.
1909 beschloß die Generalversammlung am 28. März, das der Bruderschaft gehörende "Grundstück Gemarkung Wittlaer, Flur III, Nr. 14, Größe 80 Ar 73 mtr zum Preise von 1.500, Mark an die Stadt Duisburg zwecks Anlage von Brunnen für das neue bei Bockum zu errichtende Wasserwerk zu verkaufen".
1910 wurde Heinrich Wenders sen. erneut zum Brudermeister gewählt.
(Im Besitze eines alteingesessenen Wittlaerers fand ich ein Protokollbuch der Bruderschaft, in dem 4 Sitzungsprotokolle enthalten sind, datiert vom 15. 1. 1911, 13. 3. 1911, 17. 3. 1912 und B. 3. 1914; ihnen haben wir nachstehende Zusammenfas¬sung unter 1911 entnommen. Das Buch trägt die Aufschrift: "Kassenbuch für N.N. Wittlaer 1.Jan. 1939". Von dem Zeitpunkt an hat N.N. den Band als privates Kassenbuch benutzt.)
1911 "Am 15. Januar, nachmittags 5 Uhr in der Gaststätte Johann Schmitz zu Wittlaer, beschlossen wir die Gründung einer Schützenkompanie sowie die Anschaffung eigener Uniformen. Gewählt wurden: Otto Woesthaus zum Hauptmann, Heinrich Brockerhoff zum Kassierer, Johann Königshausen zum Schriftführer." Der Beschluß ist von 24 Mitgliedern unterschrieben. Am 13. März beschloß die Generalversammlung beim Wirt Karl Brockerhoff, den Auftrag zur Anfertigung der Uniformen dem Schneider Jakob Sonnen in Kaiserswerth zu übertragen. "Die Kosten für Schärpen, Achselstücke, Degen, Federbusch usw. müssen die Herren Offiziere selbst tragen." Zum Brudermeister wurde Johann Königshausen gewählt.
1919 Bedingt durch das Waffenverbot der Besatzungstruppen nach dem 1. Weltkrieg wurde bei dem Schützenfest am 23. Juni 1919 im Saal von Brand zu Wittlaer mit der Luftbüchse auf Scheiben geschossen; erster Schützenkönig wurde damals Willi Nühlen aus Bockum. Später erlaubten die Alliierten das Vogelschießen mit der Armbrust.
1920 beschloß die Generalversammlung, den Namen des Vereins wie folgt festzusetzen: "St. Sebastianus-Bruderschaft Wittlaer Bockum". In der gleichen Versammlung wurde Johann Königshausen erneut zum Brudermeister gewählt. Am 18. Juli nahmen die Schützen an der Fahnenweihe der Sebastianer in Buchholz teil. Eine am 12. Dezember durchgeführte Generalversammlung ernannte den Bürgermeister von Kaiserswerth, Dr. Rißdorf, zum Ehrenmitglied.
1921 wurden in der Generalversammlung die neuen Statutenbücher ausgegeben. Am gleichen Tage wurde ein Angehöriger der Bruderschaft ausgeschlossen, „weil er nicht statutgemäß handelt“.
1926 Am 18. April 1926 wurde Brudermeister Johann Königshausen "wegen seiner Verdienste um die Bruderschaft" zum General ernannt.
1928 Aus dem Versammlungsprotokoll vom 7. Juli 1928: "Aus Mitgliedern, die der Bruderschaft nicht angehören, hat sich ein Komplott gebildet, um die Bruderschaft zu schädigen, vor allen Dingen aber, um das diesjährige Schützenfest zu stören". "Diejenigen, die keine Uniform haben, waren im Gehrock und Zylinder gekommen und bildeten eine eigene starke Kompanie". Dieser Kompanie wurde am B. Juli 1928 "die alte Fahne übergeben".
1928 wurde im Lokal von Karl Brockerhoff die Tellkompanie gegründet; im gleichen Jahr in der Gaststätte Willi Theisen am Froschenteich die Freischützkompanie.
1930 Beim Schützenfest am 23. Juni 1930 wurde zum ersten Mal ein Kronprinz "ausgeschossen". In der Generalversammlung am 7. Dezember gab der Brudermeister bekannt, daß Reichsgraf Wilderich von Spee das Protektorat über die Bruderschaft übernommen hat.
1931 Vom 6. bis 8. Juni 500 Jahrfeier der Bruderschaft. Die Fahne der Tellkompanie und die Standarte des Reitercorps erhielten ihre kirchliche Weihe. Am Festzug nahmen die Ehrengäste teil: Der kommissarische Landrat Dr. Holz, Protektor Graf von Spee, der Generalpräses der Erzbruderschaft, der Amtsbürgermeister und zahlreiche Geistliche aus den Nachbarorten. Dazu kamen die Bruderschaften von Angermund, Huckingen, Kaiserswerth, Kalkum, Langst, Lohausen, Mündelheim, Rahm, Serm. Wittlaerer Schützen hatten eine Kanone gebaut, die im Festzug mitgeführt wurde. (Am 7. Mai 1936 beschloß der Vorstand, das "Geschütz" bei der Spar und Darlehenskasse in Bockum unterzustellen. Am 22. Januar 1939 beschloß die Generalversammlung den Verkauf der Kanone. Zehn Jahre später, am 18. Mai 1949, kaufte der stellvertretende Brudermeister Grobschmidt das Gestell des Geschützes für 15, DM.) Am 10. Oktober wählten die Wittlaerer Theo Noble zum Brudermeister.
1932 Am 19. Januar überreichte der Landrat den Wittlaerer Schützen aus Anlaß ihres 500 jährigen Bestehens die von der preußischen Staatsregierung verliehene Staatsplakette.
Ende April wurde der Schießstand zwischen der B8 und der D Bahn fertiggestellt. Beschluß der Generalversammlung vom 26. Mai: "Während der Prozession übernimmt die Artillerie der Bruderschaft das Schießen mit dem Geschütz". Im August 1932 billigte die Generalversammlung die Gründung einer Jungschützenabteilung unter der Führung von Willi Schulten. Im September übergab Pastor Vaaßen der Bruderschaft eine Sebastianus Statue aus der Barockzeit. Sie wurde in einer Nische des alten Kirchturms aufgestellt.
1933 Am Patronatsfest erhielt die St. Sebastianus-Kapelle im Kirchturm ihre Weihe. Aus dem Protokollbuch der Vorstandssitzung vom 15. Dezember: "Die Durchführung des "Deutschen Grußes" innerhalb der Bruderschaft wird angeordnet. Wer glaubt, dieses nicht mitmachen zu können, hat schriftlich seinen Austritt aus der Bruderschaft zu erklären". "Des weiteren soll in der Bruderschaft das "Du" eingeführt werden".
1934 Brudermeister Noble unternahm mit einigen Schützenbrüdern eine Romfahrt. (Weitere Romfahrten der Wittlaerer: 1950, 1952 und 1975.) Auf Druck einiger namentlich bekannter– Nationalsozialisten entschloß sich die Bruderschaft Anfang Juli, eine Hakenkreuz¬fahne, Größe 130 x 400 cm, zum Preise von 9, Reichsmark anzuschaffen.
1935 Beschluß der Generalversammlung vom 20. Januar: "Wer zweimal hintereinander Schützenkönig war, darf in dem darauf folgenden Jahr nicht auf den Rumpf schießen." 1935 wurde das Vogelschießen im Garten der Gaststätte Schulte-Dickhoff (heute: Zur Linde) in Bockum durchgeführt. In der Vorstandssitzung vom 29. September 1935 wünschte der Vereinsführer, daß in Zukunft auch evangelische Christen der Bruderschaft beitreten können; eine Entscheidung wurde zurückgestellt. Stellen des Staates und der NSDAP verlangten die Einführung einer "Einheitssatzung". Am 22. November beschloßen die Schützen, eine neue Schwenkfahne anzuschaffen.
1936 Eine neue Anordnung des NS Staates: Schießsport darf nur noch von den Vereinigungen betrieben werden, die dem "Reichsbund für Leibesübungen, Abt. Schießen" angeschlossen sind. Ein Anschluß ist jedoch nur möglich, wenn keinerlei konfessionelle Bindungen bestehen. Nach Bekanntgabe vorstehender Anordnung erklärten die Wittlaerer Schützen, auf den geforderten Anschluß verzichten zu wollen, gleichzeitig beschlossen sie, "eine rein katholische Bruderschaft zu bleiben". Die Folge war, daß das althergebrachte, seit Jahrhunderten hier festlich durchgeführte Schützenfest nicht mehr gefeiert werden durfte. Den Schützen wurde verboten, in Uniform die Prozession zu begleiten; auch ihre Fahnen durften in der Prozession nicht mehr mitgeführt werden. Vorstand beschließt am 4. Juni, König und Kronprinz in Zukunft auszulosen, und zwar erstmalig am 11. Juni 1936.
1938 Am 1. April 1938 erließ der Verbandsführer des Deutschen Schützen Verbandes das folgende Rundschreiben, von dem jedoch die Wittlaerer als nunmehr rein kirchliche Bruderschaft nicht betroffen waren, das aber verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden: "Ich ordne an: 1. Traditions Schützenuniformen, deren Bestehen seit 75 Jahren nachweisbar ist und die seit diesen 75 Jahren ständig getragen wurden, werden auch in Zukunft weitergetragen. Sie können daher bei Neueintritt in den betreffenden Verein (Gilde usw.) neu angeschafft und bei Unbrauchbarwerden alter Stücke neu angefertigt werden. Ein Frack ist keine Schützenuniform. Die Erlaubnis zum Tragen erteilen die Gaue des Deutschen Schützenverbandes, denen entsprechende Anträge mit den erforderlichen Unterlagen einzureichen sind. 2. Schützenuniformen (Anzüge), die weniger als 75 Jahre alt sind, können von den Besitzern aufgetragen werden. Sie dürfen bei Unbrauchbarwerden oder bei Eintritt eines neuen Mitgliedes nicht neu beschafft werden. In diesem Falle tritt an deren Stelle der neue Schützenanzug des DSchV. 3. Schützenuniformen (Anzüge), die in ihrem Aussehen den Uniformen des alten Heeres oder denen der neuen Wehrmacht ähneln, dürfen vom Tage dieser Verfügung an nicht weitergetragen werden. An deren Stelle tritt der neue Schützenanzug des Deutschen Schützenverbandes. Bis zu dessen Anschaffung erscheinen die Schützen in bürgerlicher Kleidung. 4. Als Rangabzeichen sind ausschließlich die vom Deutschen Schützenverband bestimmten zu verwenden. Andere Rangabzeichen wie Schleppsäbel, Achselstücke, Epauletten, Feldbinden, Schärpen, Sterne usw. werden mit dem Tage des Erscheinens dieser Anordnung verboten. 5. Das Tragen von Abzeichen aller Art in der Masse, wie sie bisher oft getragen wurden, hat zu unterbleiben. Zu Tragen sind: Abzeichen der Partei oder deren Gliederungen. Abzeichen der DRL., Abzeichen des DSchV., Schießauszeichnungen des DSchV., Vereinsabzeichen (soweit vorhanden). Getragen dürfen ferner alle verliehenen Orden (nicht Schützenorden), die reichsgesetzlich zugelassen sind. Bei Preisschießen, Jubiläen oder derartigen Veranstaltungen erworbene Abzeichen und Medaillen sind Erinnerungsstücke, die am Tage des Erwerbes getragen, aber späterhin nicht mehr zur Uniform verwendet werden dürfen. Ausgenommen hiervon sind traditionsgeweihte Abzeichen, wie Schützenketten u.ä. Diese dürfen bei besonderen Veranstaltungen getragen werden. 6. Militärische Rangabzeichen (Schützenoberst usw.) fallen fort. Es gibt einen Vereins (Gilden ) Führer und dessen Beiratsmitglieder gemäß Einheitssatzungen des DRL."
1940 Der neue Status der St. Sebastianus-Bruderschaft machte eine Änderung der Satzung notwendig; die nunmehr geltende wurde am 19. Oktober in das Vereinsregister eingetragen.
1941 1946 Kriegs und Nachkriegsereignisse sowie die geänderte politische Situation ließen ein geregeltes Vereinsleben zunächst nicht zu. Aus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 19. Juni 1946: "Da durch die Wirren der Zeit die Uniformen zu anderen Zwecken verbraucht wurden, wurde der schwarze Festanzug als vorgeschriebener Anzug für die Bruderschaft empfohlen."
1947 Am 19. Januar 1947 wurde Peter Schmitz aus Wittlaer zum Brudermeister gewählt. Auszug aus einer Bekanntmachung des Erzbischöflichen Generalvikariats vom 9. Juli 1947: "Die Schützenbruderschaften sind kirchlich anerkannte Vereine. Ihr Eigentum steht unter dem Schutz der Kirche. Ihre Auflösung kann nur durch den Bischof erfolgen. Die weltlichen und völlig verweltlichten Schützengesellschaften und Schützenvereine haben mit der Kirche nichts oder nichts mehr zu tun".
1948 Am 29. April beschloß der Vorstand beim Schützenfest 1948, mit der Armbrust zu schießen.
1949 traten am 6. März neue Satzungen in Kraft. Am gleichen Tage wurde Theo Noble zum Brudermeister gewählt. Auf eine wichtige Satzungsänderung wurde hingewiesen: "Die Bruderschaft führt den Namen St. Sebastianus-Bruderschaft Wittlaer 1431".
1950 Am 30. Mai beschloß der erweiterte Vorstand: "Für das vom Zentralverband in Leverkusen geplante Papst Album sollen Fotos der beiden Sebastianusfiguren aus der Wittlaerer Kirche eingesandt werden."
1951 setzte sich die Bruderschaft aus folgenden Kompanien zusammen: Stammkompanie (29 Mitglieder), Tellkompanie (33), Jägerkorps (15), Reiterkorps (14), Tambourkorps (17). Im gleichen Jahre waren vier Vereinsfahnen vorhanden (1871, 1891, zwei aus 1931 und 1936 (Schwenkfahne). Die älteste Fahne wurde immer von der Stammkompanie getragen. Am 13. Dezember 1951 erhielt der in Wittlaer ansässige Maler Franz Josef Klemm den Auftrag, dem Verein den Entwurf einer neuen Schwenkfahne vorzulegen. (Eine Bruderschaftsfahne wurde schon 1691 "auf der Prozession in „Festo venerabilis" (Fronleichnam) mitgeführt.)
1952 wurde Theo Noble erneut zum Brudermeister gewählt. Noch im gleichen Jahr trat er von seinem Amt zurück im Hinblick auf eine vorgeschlagene Satzungsänderung, die er "rundweg ablehnte",
1953 Am 22. November Beschlußfassung "über die neuen Statuten, die nun Satzungen genannt werden sollen". Die Tellkompanie trug in diesem Jahr erstmalig ihre neuen Uniformen.
1954 traten die neuen Satzungen in Kraft. Die Bruderschaft beschloß die Aufstellung einer Jugendgruppe (14 bis 18 Jahre alt) unter Führung von Heinz Hundgeburt. Kunstmaler Franz Josef Klemm wurde von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Am 17. November beschloßen die Schützen eine Bundesfahne, eine Landesfahne und drei Fahnen grün weiß in der Größe 1,30 x 2,50 mtr anzuschaffen.
1955 kam es zu Schwierigkeiten, die gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Bruderschaft einerseits und einigen Bürgern und Verwaltungsbehörden andererseits zur Folge hatten.
1956 feierte die Bruderschaft am 2., 3. und 4. Juni ihr 525jähriges Bestehen. Im Festzug sah man viel Prominenz, Abordnungen befreundeter Schützenvereine, 3 Musikkapellen, I. Fanfarenkorps und 3 Tambourkorps.
1957 wurde Josef Thewes aus Wittlaer zum Brudermeister gewählt. Schwierigkeiten ergaben sich aus der Tatsache, daß die s.Zt. erarbeiteten Satzungen nicht in das Vereinsregister eingetragen wurden. Am 3. Februar 1958 bestellte das Amtsgericht einen Notvorstand, der bis zur Wahl eines ordnungsgemäß gewählten Vorstands amtieren soll.
1958 Beim 100jährigen Jubelfest der Bruderschaft zu Langst-Kirst waren die Wittlaerer mit 52 Schützen der stärkste Gastverein.
1959 Der am 25. Januar 1959 gewählte Vorstand mit Brudermeister Thewes wurde am 10. März in das Vereinsregister eingetragen. Im Mai trat das Tambourkorps zum ersten Mal in neuen Uniformen auf. Am 19. Juni 1959 starb der Kunstmaler Franz Josef Klemm im Alter von 76 Jahren. Klemm war Ehrenmitglied der Wittlaerer Sebastianer.
1960 Ludwig Schmitz aus Wittlaer wurde an seinem 80. Geburtstag (25. April) Ehrenmitglied der Bruderschaft. 12. Juni 1960: Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins Umzug mit der "Goldenen Mösch", einer Stiftung von Peter Weimbs, dem Schützenkönig von 1958. (Mösch lat.musca = Vogel, genauer: Spatz.)
1962 Am 21. Januar wurde Heinz Hundgeburt aus Bockum "mit überwältigender Mehrheit zum Brudermeister gewählt. 31. Mai: Fahnenweihe der Stammkompanie. Am 23. Juni war das Schützenfest zum ersten Mal auf dem neuen Platz am Sermer Weg (jetzt: Fritz Köhler Weg).
1964 Am 13. Dezember 1964 faßte die außerordentliche Mitgliederversammlung den lang erwarteten und von allen Beteiligten begrüßten Beschluß, in Zukunft auch nicht katholische Christen" in die Bruderschaft aufzunehmen.
1965 Anfang April 1965 erfuhr der Brudermeister durch einen Zufall, daß der neue, bis dahin benutzte Schützenplatz für einen Schulneubau in Anspruch genommen werden soll. Daraufhin fand am 6. April eine Aussprache mit dem Wittlaerer Bürgermeister Josef Peters statt. Zu einer weiteren Besprechung kamen der Vorstand der Bruderschaft einerseits und die Herren Dammer und Wiederhöfer von der Amtsverwaltung andererseits am 16. April zusammen. Nach mehreren Vorstandssitzungen und zwei außerordentlichen Generalversammlungen stimmte die Bruderschaft in einer dritten außerordentlichen Generalversammlung am 5. Mai 1965 einem Grundstückstausch zu. Das als neuer Schützenplatz vorgesehene Grundstück liegt ebenfalls am Sermer Weg.
1966 wurde Heinz Hundgeburt erneut zum Brudermeister gewählt. Ludwig Schmitz, einziges Ehrenmitglied der Bruderschaft, starb am 1. Juli 1966. Am 250 jährigen Jubelfest der Bruderschaft Mündelheim-Ehingen beteiligten sich die Wittlaerer mit einer starken Abordnung.
1968 Am 14. Juni feierte die Tellkompanie ihr 40 jähriges Bestehen. Brudermeister Heinz Hundgeburt übergab der Kompanie eine Standarte mit Widmung. Am Abend des gleichen Tages zum ersten Mal Gast der Schützen: Pater Dr. Dr. Hans Waldenfels S.J.
1969 Auflösung des Reiterkorps, eine Folge des Pferdemangels. Gründung der Hubertuskompanie und Wiederwahl von Heinz Hundgeburt zum Brudermeister.
1970 Am B. November 1970 verabschiedete sich Dechant Heinrich Stypertz, Pfarrer an St. Remigius und Präses der Bruderschaft, von den Schützen. Nach der Verabschiedung von Dechant Stypertz stellte sich Pater Waldenfels als stellvertretender Präses zur Verfügung.
1971 Die Bruderschaft wählte Pater Waldenfels zu ihrem Präses und Herrn Otto Blank aus Wittlaer zum Protektor. Aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 24. Januar: "Der Hinweis von der Bezirksversammlung betr. Aufnahme weiblicher Mitglieder fand kein Gehör. Man konnte nur lachen". (Demgegenüber dürfen wir feststellen, daß schon um 1600 "brodere vnd sustere", also Brüder und Schwestern, den Bruderschaften angehörten.) Am 14. März 1971 wurde der neuernannte Wittlaerer Pfarrer, Hermann Josef Koch, unter starker Beteiligung der Schützen, in Wittlaer eingeführt. Am 5. November beschloß die Bruderschaft, einen "geistlichen Frühschoppen" einzuführen, der an jedem 3. Sonntag im Monat stattfinden soll.
1972 Die gesetzlich vorgeschriebene Neuwahl des Brudermeisters bestätigte Heinz Hundgeburt in seinem Amt. 1973 Inbetriebnahme des Drei Scheiben Schießstandes in der Gaststätte Willi Peters (Luftgewehr Schießstand
1974 Schützenbruder Theo Noble, von 1931 bis 1936 und von 1949 bis 1952 Brudermeister, wurde mit der "Fürst-Salm-Reifferscheid Medaille" ausgezeichnet.
1975 beschloß die Generalversammlung am 26. Januar die Gründung einer Schüler Schützengruppe, die erstmalig am 29. Mai 1975 den Schülerprinzen ermittelte; Sieger wurde Bernhard Seiter.
1976 trat die Wittlaerer Bruderschaft der "Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine" bei. Am 25. Januar stimmte die Generalversammlung einer Kompanie-Neugründung zu (Graf von Spee Kompanie). Am gleichen Tage Wiederwahl des Brudermeisters Heinz Hundgeburt. In einer Versammlung am 29. Oktober 1976 tauchte erneut die Frage auf, ob die Bruderschaft Frauen aufnehmen soll. Die Entscheidung darüber wurde zurückgestellt.
1978 feierte die Tellkompanie am 30. April ihr 50 jähriges Bestehen.
1980 Wählten die Schützen Heinz Hundgeburt erneut zum Brudermeister, Manfred Lieb zum stellvertretenden Brudermeister und Georg Resch zum neuen Schriftführer. 13.02.1980 Gründungsversammlung der Remigius-Kompanie Zum Jubelfest 1981 wird der Schützenplatz von der Stadt befestigt.
1981 Bruderschaftsjubiläums 550 Jahre Pastor Friedrich Ropertz wird neuen Präses. Unser Jubiläums-Festzug wurde durch viele Gastbruderschaften erweitert. Die neugeweihte Bezirksstandarte wurde von der Kalkumer Bruderschaft vorangetragen. Brudermeister Heinz Hundgeburt wurde „Der goldenen Stern zum Schulterband“ verliehen. Oberst Lutz Ophoven erhielt das „Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz“. Die St. Remigius-Kompanie kocht und verkauft am Montag zum Vogelschießen erstmalig für einen guten Zweck eine Erbsensuppe.
1982 Zum Titularfest wird in Kaiserswerth ein ökumenischer Gottesdienst, wechselweise in der Basilika oder Stadtkirche, für die Schützen des Bezirks eingeführt. Vorstandswahl: Oberst Alfred Japcke, Schriftführer Hans Klein. Nach 20jähriger Amtzeit konnte Heinz Hundgeburt sein Brudermeisteramt an seinen jüngeren Bruder Franz Hundgeburt übergeben. Heinz Hundgeburt und Lutz Ophoven wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Das zerstörte Wegekreuz am Max Clarenbach Weg wurde von Hermann Josef Zensen provisorisch wieder hergestellt. 03.11.82 Die Hubertus-Kapelle (Groß Winkelhausen) wird nach der Renovierung eingeweiht. Die Bruderschaft (Hubertus-Kompanie) übernimmt die Pflege der Außenanlage.
1983 Das Patronatsfest wird zum ersten Mal mit einem Tanzabend in der Sporthalle Wittlaer begonnen. Hieraus entsteht später der „Rheinische Abend“.
1984 Franz Hundgeburt und Rendant Manfred Zielgers wurden in ihren Ämtern bestätigt Zur Unterstützung der Vorstandsarbeit werden Arbeitskreise eingerichtet für Öffentlichkeitsarbeit und Soziale Dienste 13.04. erster Bußgang zur Hubertuskapelle, dieser Bußgang in der Fastenzeit wird zu einer festen Einrichtung für die Schützen des Bezirks Düsseldorf-Nord/Angerland. Neugründung der 1. Reserve unter der Leitung von Günther Busch
1986 Oberst Alfred Japcke und Schriftführer Hans Klein wurden wiedergewählt.
1987 Am 25.01. Abstimmung über die neue Satzung, die mit Eintragung ins Vereinsregister in Kraft tritt. Einführung einer jährlichen Festschrift wird unter dem Arbeitkreisvorsitzenden Hans Josef Abels ins Leben gerufen.
1988 Brudermeister und Schriftführer wurden wiedergewählt. Neugründung der Freischütz-Kompanie am 08.08.88 unter der Leitung von Hans Schmidt
1989 Das Tambourcorps feiert am 23.09. ihr 40jähriges Bestehen
1990 Neuwahl: Schriftführer Hans-Josef Abels und Oberst Alfred Japcke wurden wiedergewählt. Einführung von Pastor Engelbert Ippendorf in sein Amt als Pfarrer von St. Remigius Wittlaer. Primizfeier von Franz-Josef Haas in St Remigius. Eine „Aktion Sparschwein“ (Tombola) Spendensammlung an den Schützenfesttagen für einen karitativen Zweck wurde eingeführt. Später „Die gute Tat“ ein Essen zu zweit. Die alte Bruderschaftsfahne aus dem Jahr1871 wurde von der Stammkompanie in Trier erstmals restauriert.
1991 Pastor Engelbert Ippendorf wurde zum neuen Präses gewählt. Der geplante „Rheinische Abend“ fiel aus. Aus Solidarität mit den Soldaten im Golfkrieg wurde die Veranstaltung abgesagt. Die Jäger-Kompanie feiert am 27.04. ihr 100jähriges und die Stamm-Kompanie am 14.09. ihr 120jähriges Bestehen.
1992 Vorstandswahl: Thomas Hundgeburt löst Manfred Zielgers nach 20jähriger Tätigkeit als Rendant ab. Der Brudermeister Franz Hundgeburt stellte sich zur Wiederwahl. Am 05.04. ist die Grundsteinlegung für das neue Pfarrheim St. Remigius.
1993 'Arbeitskreis Schützenbote wird organisiert. Pfarrheimeinweihung am 12.04. Die Sportschützen erhalten im neuen Pfarrheim einen Flachschießstand.
1994 Schriftführer Hans-Josef Abels wurde wiedergewählt. Danke für 12 Jahre Oberstamt, Alfred Japcke nahm seinen Abschied. Neuwahl Oberst: Richard Wermelskirchen nahm die Wahl an. 850 Jahrfeier Wittlaer Das Jubiläum zum 850jährigen Bestehen unseres Heimatortes wurde gebührend gefeiert. Zum Schützenfest konnte dies mit einem großen Jubiläumsumzug durch den Ort präsentiert werden.. Pilgerwallfahrt nach Rom am 2.10. unter der Leitung von Dechant Friedhelm Keuser
1995 Einführung der Bruderhilfe Im Rahmen der Bruderhilfe übernimmt die Bruderschaft folgende Verpflichtung: Sterbegeld und Grabpflege in besonderen Fällen, Pflege der Kriegs- und Priestergräber sowie der Wegekreuze
1996 Franz Hundgeburt wurde für weitere 4 Jahre zum Brudermeister gewählt. Ebenso sein Sohn Thomas als Rendant. Eine überarbeitete Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 21.01.1996 beschlossen und tritt mit dem Tage der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.
1997 Erstmalig fand das Traditionskönigschießen statt. Alle ehemaligen Schützenkönige versammelten sich am Hochschießstand, um den König aller Könige zu ermitteln. Hubert Schröder wurde erster Traditionskönig.
1998 Schriftführer H.-J. Abels und Oberst R. Wermelskirchen wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der Protektor Otto Wilhelm Blank legte aus gesundheitlichen Gründen sein Protektorat nieder und gibt die Aufgabe an seiner Tochter Christine Blank weiter.
1999 Am 16. 04 verstarb unser Ehrenbrudermeister Heinz Hundgeburt im Alter von 75 Jahren. Schützenkönig Hans-Wilhelm Baltes wird Bezirkskönig und am 19.09. auf dem Bundesfest des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Mayen neuer und für unsere Bruderschaft und dem Bezirk Düsseldorf Nord/Angerland erster Diözesankönig. Die Diözesanstandarten-Übergabe fand in Köln-Stammheim statt. Das Tambourcorps feiert am 25.09. sein 50jähriges Bestehen.
2000 Durch eine Satzungsänderung wurde ermöglicht, zukünftig weibliche Mitglieder in unsere Gemeinschaft aufzunehmen. Brudermeister Franz- und Rendant Thomas Hundgeburt wurden für weitere 4 Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Die Graf von Spee-Kompanie feierte am 02.09. ihr 25jähriges Bestehen. Die Regentschaft des Diözesankönig Hans-Wilhelm und Ehefrau Liesel endete beim Bundeskönigsfest in Erkelenz am 17.09.2000. Somit musste die bis dahin bei allen Auftritten zu Schützenfesten, Umzügen und Festakten mitgeführten Diözesanstandarte am 28.10. erstmals an eine Schützenschwester, Rita Greven aus der Bruderschaft Schwerfen / Zülpich, feierlich übergeben werden.
2001 Diözesanbundesmeister Emil Vogt zeichnete Hermann-Josef Zensen mit dem „Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz“ aus. Die Bruderschaften im Verbund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln e.V., erhielten durch Kardinal Joachim Meissner die Anerkennung als kirchliche Vereinigung.
2002 Folgende neue Kompanien stellten sich zur JHV vor, Grenadiere Wittlaer unter der Leitung von Gerd Schmitz, Fahnenschwenker Wittlaer unter Nicole Golißa, Alte Kameraden unter Dieter Schrowang. Wiedergewählt wurden der Schriftführer Hans Josef Abels und der Oberst Richard Wermelskirchen. Am 7.Juni 2002 fand die Priesterweihe von Bernhard Seither, Ehrenmitglied der St. Remigius-Kompanie, statt. Bundesschützenmeister Hermann Macher verlieh Brudermeister Franz Hundgeburt das „Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz“.
2003 Ehrenpräses Prof. DDr. Hans Waldenfels feierte am Ostermontag sein 40jähriges Priesterjubiläum. Die Tell-Kompanie feiert am 31.05. ihr 75jährges Bestehen.
2004 Nach 22jähriger Amtszeit als Vorsitzender unserer Bruderschaft trat Franz Hundgeburt zurück. Hierdurch waren Neuwahlen erforderlich. Zum neuen Brudermeister wurde Hans-Josef Abels, zum Schriftführer und stellv. Brudermeister Thomas Hundgeburt und als neuer Rendant Gerd Schmitz gewählt. Unserem amtierenden König und Bezirksbundesmeister Norbert Hünemeyer wurde am 1.9. auf Grund seiner Verdienste für die Arbeit beim Freundeskreis behinderter und nichtbehinderter Menschen in Düsseldorf–Unterrath das Bundesverdienstkreuz verliehen.
2005 Der Internetauftritt der Bruderschaft wurde eingerichtet: www.bruderschaft–wittlaer.de Die Alten Kameraden haben das Wegekreuz im Max Clarenbach Weg wiederhergestellt. Am 15.9. verstarb Ehrenoberst Lutz Ophoven.
2006 Oberst Richard Wermelskirchen und Schriftführer Thomas Hundgeburt wurden wiedergewählt. Zum Ehrenmitglied der Bruderschaft wurde Manfred Zielgers ernannt.
Jubiläum
575 Jahre St. Seb. Bruderschaft Wittlaer 1431 e.V. 100 Jahre Freiw. Feuerwehr Wittlaer 1. April 2006 Jubiläumspokalschießen Aus Anlass des Jubiläums fand an diesem Tag ein Jubiläumspokalschießen im Pfarrheim statt. An dem Schießen beteiligten sich zahlreiche benachbarte Bruderschaften. 13. Mai 2006 Festakt der Bruderschaft Am Festakt der Bruderschaft nahmen zahlreiche Vorstände benachbarter Bruderschaften teil sowie auch Oberbürgermeister Joachim Erwin und die Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin im Kanzleramt Hildegard Müller. Nach den Begrüßungsworten von Brudermeister Hans-Josef Abels übernahm Ehrenpräses Prof. DDr. Hans Waldenfels und Protektorin Frau Christel Blank das Podium. Als Festredner konnte Diözesanbundesmeister Emil Vogt gewonnen werden. Die Reden wurden umrahmt von der Musik eines Flötenquartetts. 7. Juni 2006 Eröffnung einer Ausstellung historischer Exponate in der Sparkasse Wittlaer aus Anlass der Jubiläen von Bruderschaft und Feuerwehr Schützen- und Heimatfest in Wittlaer Donnerstag, 15. Juni 2006 Fronleichnam Nach der Fronleichnamsprozession fand am Nachmittag auf dem Schützenplatz, dem Schulhof sowie auf dem Sportplatz eine Jugendolympiade statt. An zahlreichen Spielstätten konnten Kinder und Jugendliche ihre Geschicklichkeit beweisen. Freitag, 16. Juni 2006 Aus Anlass des Jubiläums spielte die überregional bekannte Kölner Band „Höhner“ ein Konzert in unserem Zelt. Das Konzert war ein großer Erfolg. Das Zelt war mit ca. 1.200 Besuchern ausverkauft. Samstag, 17. Juni 2006 Um 16.00 Uhr fand auf der Wiese vor Kaisers in Wittlaer ein Platzkonzert mit unserem Tambourcorps und der Kur- und Trachtenkapelle Schonach statt. Auch wurde hier der von Christel Blank und Marita Trefzger gesponserte Brauchtumsbaum enthüllt. Sonntag, 18. Juni 2006 Bundespräses und Weihbischof Dr. Heiner Koch wurde am Ortseingang von der Bruderschaft begrüßt und von hier aus zur Messe ins Festzelt geleitet. Die von Weihbischof Dr. Heiner Koch und Prof. DDr. Hans Waldenfels zelebrierte Messe wurde musikalisch begleitet von den Musikern der Trachtenkapelle Schonach. Pünktlich um 15 Uhr meldete Oberst Richard Wermelskirchen, dass die Bruderschaft und die Gastvereine fertig zum Jubiläumsschützenzug angetreten seien. Die Majestäten, begleitet von Vorstand, Honorationen von Kirche, Stadt und Bezirk nahmen die Front ab. Danach begann bei schönem Wetter der große Jubiläumsschützenzug. Auch alle Kompanien und Gäste reihten sich in den von insgesamt 8 Musikblocks begleiteten Schützenzug ein. Der Schützenzug endete mit einer großen Parade am Grenzweg. An dem Schützenzug nahmen neben ca. 1.000 Schützen auch die Feuerwehr Wittlaer sowie befreundete Feuerwehren teil. Montag, 19. Juni 2006 Königs- und Prinzenschießen. Nach dem ersten Schuß durch den noch amtierenden König Pitti Haak und durch den Ehrenpräses Prof. DDr. Hans Waldenfels begann ein spannendes Schießen. Neuer Jubelkönig wurde nach einem spannenden Schießen Hans-Josef Abels von den Alten Kameraden. Neue Kronprinzessin wurde Lina Diederich.
2007 Msgnr. Peter Krischer wurde als neuer Präses vorgestellt. Neuer Oberst wurde Hans Wilhelm Baltes. Sein Vorgänger Richard Wermelkirchen wurde zum Ehrenoberst der Bruderschaft ernannt. Zum 1. Schießmeister wurde Werner Lüdke gewählt. Das Amt des Jungschützenmeisters übernahm Pitti Haak und des Schülerschützenmeisters Wolfgang Kierstein.
2008
Jahreshauptversammlung Hans-Josef Abels und Gerd Schmitz wurden für weitere 4 Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Zum neuen stellv. Rendanten wurde Peter Holländer gewählt. Nach 10 Jahre Vorsitz der Martinfreunde Wittlaer gab Thomas Strecker sein Amt an Franz Körner weiter.
Am 19.04.2008 findet am Brauchtumsbaum auf der Wittlaerer Wiese das erste Frühlingsfest statt. Ausgerichtet von der Freiw. Feuerwehr und der Bruderschaft.
|